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Dienstleistung

Parkerleichterung für besondere Gruppen schwerbehinderter Menschen

Falls die Voraussetzungen für einen „hellblauen Parkausweis (EU)" nicht erfüllt werden, kann unter Umständen ein deutschlandweit gültiger „orangefarbener Parkausweis" erteilt werden.

Als Inhaber des orangefarbenen Parkausweises bestehen folgende Berechtigungen (sofern in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht):

  • Parken bis zu drei Stunden an Stellen, an denen das eingeschränkte Halteverbot angeordnet ist (die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung auf einer Parkscheibe ergeben)
  • Überschreiten der zugelassenen Parkdauer im Bereich eines Zonenhalteverbots, in dem durch Zusatzzeichen das Parken zugelassen ist
  • Parken über die zugelassene Zeit hinaus an Stellen, an denen Parken erlaubt, jedoch durch ein Zusatzschild eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist
  • Parken während der Ladezeiten in Fußgängerbereichen, in denen das Beladen und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist
  • Parken bis zu drei Stunden auf Parkplätzen für Bewohner
  • Parken ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung an Parkuhren und Parkscheinautomaten
  • Parken in verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der gekennzeichneten Flächen – soweit der durchgehende Verkehr nicht behindert wird

Die höchstzulässige Parkdauer von 24 Stunden darf nicht überschritten werden.

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Mitarbeiter
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Formular
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Voraussetzungen

Der orangefarbene Parkausweis steht dem Betroffenen zu, wenn eine der folgenden Voraussetzungen zutrifft:

  • Die Merkzeichen G und B wurden zuerkannt und der Grad der Behinderung beträgt allein für Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen mindestens 80
  • Die Merkzeichen G und B wurden zuerkannt und der Grad der Behinderung beträgt allein für Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen mindestens 70, wenn gleichzeitig ein Grad der Behinderung von mindestens 50 infolge von Funktionsstörungen des Herzens und der Atmungsorgane festgestellt wurde
  • Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa; der dafür festgestellte Grad der Behinderung muss mindestens 60 betragen
  • Künstlicher Darmausgang und eine künstliche Harnableitung; der dafür festgestellte Grad der Behinderung muss mindestens 70 betragen
Hinweis: Entscheidend ist der einzelne Grad der Behinderung für die jeweils genannte Funktionsstörung und nicht der gesamte Grad der Behinderung, der sich eventuell aus der Summe der einzelnen Funktionsbeeinträchtigungen ergibt.
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Verfahrensablauf

Der Antrag auf Parkerleichterung für besondere Gruppen schwerbehinderter Menschen muss persönlich bei der örtlichen Straßenverkehrsbehörde gestellt werden. Vorab ist vom Antragsteller eine Anfrage an das Zentrum Bayern Familie und Soziales zu richten, ob die Voraussetzungen für die Parkerleichterung vorliegen. Als Grundlage für die Entscheidung dienen die Schwerbehindertenakten und die darin enthaltenen Feststellungen und Beurteilungen.

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Erforderliche Unterlagen
  • Antrag auf Parkerleichterung
  • Schwerbehindertenausweis
  • Feststellung Zentrum Bayern Familie und Soziales, ob Voraussetzungen vorliegen
  • bisheriger Parkausweis (bei Verlängerung)
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Kosten/Leistung

Die Ausstellung des Parkausweises ergeht kostenfrei.

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Rechtsgrundlage
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Zugehörigkeit zu
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