Ruhe-Inseln für Menschen und für Igel

Städtischer Azubi setzt Grünprojekt um

Nun wurde diese Grünfläche an der Mozartstraße vom städtischen Bauhof weiterentwickelt. Entstanden ist eine grüne Oase mit Sitzgelegenheiten zum Ausruhen, Treffen und Verweilen. Das Besondere: „Die Gestaltung der Anlage wurde als Azubi-Projekt durchgeführt“, erläutert Bauhofleiter Matthias Seefried. So befasste sich Florian Adam, seit letzten Herbst Auszubildender im Garten- und Landschaftsbau bei der Stadt Neusäß, mit der Fläche. Noch vor Weihnachten erfolgten die ersten Schritte zur Neugestaltung der Fläche. In die Hanglage wurde eine gekieste Ebene als zentraler Treffpunkt integriert, die Umrandung mit einer Trockenmauer aus regionalem Muschelkalk erstellt. Diese gilt zugleich auch als Schutzbarriere für die Igel. „Wir haben dabei im kleinen Team etwa 25 Tonnen Steine bewegt“, erklärt Adam, der am liebsten handwerklich draußen arbeitet und seine Traumstelle gefunden hat. Alle gesetzten Pflanzen sind heimisch und extrem hitzetauglich. Eine ehemalige Thujahecke wurde gegen heimische Sträucher ausgetauscht. Natürlich blieb die ortsbildprägende alte Buche bestehen und erfährt regelmäßige Kontrolle und Pflege.

Entworfen hat Adam das Projekt an der Mozartstraße im Maßstab 1:100, dann im Team vor Ort höhentechnisch eingemessen, gepflastert und bepflanzt. „Wegen der Böschung war dies eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, so Seefried. Natürlich wurde dieses Projekt besonders stolz in das Berichtsheft für die Berufsschule mit aufgenommen. Und es kann sich in der Tat sehen lassen: noch vor der Fertigstellung lobten Nachbarn und Passanten die Umwandlung. „Von Senioren bis zu Kita-Kindern haben uns viele Menschen angesprochen und sich gefreut, dass hier so eine schöne Oase entstanden ist, die von den Bürgern auch sofort angenommen wurde“, freut sich der städtische Azubi. Und auch Bürgermeister Richard Greiner freut sich: „Es ist toll zu sehen, wenn ein junger Mensch schnell Verantwortung übernimmt und tatkräftig die eigenen Ideen umsetzt. Gern bieten wir unserem beruflichen Nachwuchs die entsprechende Gelegenheit dazu.“