Stellungnahme zum Infoabend des UKA in Neusäß
„Wir erkennen die Dringlichkeit und Notwendigkeit einer gut aufgestellten medizinischen Versorgung und deren Ausbau bis hin zur Spitzenmedizin vorbehaltlos an, unterstützen den Prozess, können aber inhaltlich im Moment noch keine Stellungnahme abgeben, da uns bislang keine dafür notwendigen Unterlagen vorliegen; die sogenannte ‚Standortanalyse‘, deren Bewertungsmatrix als best bepunkteter Standort für den Neubau das sogenannte ‚Baufeld West‘ ergab, wurde von uns angefordert. Dieses Gutachten liegt uns im Moment noch nicht vor. Wir verstehen die Präferenz für dieses nach Neusäß-Westheim hin orientierte Baufeld als eine Willenserklärung des Lenkungsausschusses, in dem die Stadt Neusäß nicht vertreten war und ist“, erklärt Erster Bürgermeister Richard Greiner.
„Die Präferenz für das Baufeld West nimmt die Stadt als eine Sichtweise der Bauherren zur Kenntnis. Endgültig rechtskräftig ist diese Standortpräferenz allerdings nicht und insofern behält sich die Stadt Neusäß eine kritische Hinterfragung vor.“
Bekanntlich benötigt das Bauvorhaben Neubau UKA eine Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Augsburg, dann einen Bebauungsplan, in dem die Ziele klar definiert werden müssen. All dies liegt in der Zuständigkeit der Stadt Augsburg, auf deren Gemarkung die Klinik entsteht. Erst dann kommt das eigentliche Verfahren, in dem es um Natur- und Artenschutz, Verkehrserschließung und Wegeführung, Art, Größe und Geschossigkeit der Gebäude, deren Situierung in der Fläche und die Herstellung von Ausgleichsflächen etc. geht.
Nach bisheriger Kenntnis und Abklärung mit dem Stadtplanungsamt der Stadt Augsburg sind die dafür notwendigen Aufstellungsbeschlüsse frühestens für den kommenden Herbst zu erwarten. Die Beteiligungsprozesse starten wohl frühestens im Frühjahr 2026.