Sanierungsarbeiten der Kapelle Schlipsheim nun in der Endphase


Der Dachstuhl wurde nicht allein durch den Austausch von morschen Balken statisch ertüchtigt, sondern ihm wurde ein kompletter Dachunterbau hinzugefügt. Durch das neue Dach ist die Kapelle zukünftig auch weitaus besser vor Wasserschäden von oben geschützt. Zudem wurden vier Dachgauben eingebaut und der Giebel noch mit zwei Fialtürmchen bekrönt. Auch der Kirchturm wurde in seiner Statik gestärkt und erstmals mit einer Kirchturmuhr versehen. Die neue, funkgesteuerte Uhr besitzt jetzt ein Schlagwerk. Das Uhrwerk ist bereits in Betrieb, auch die Glocken sind mittlerweile im Turm installiert; diese schwingen nicht mehr, sondern werden mechanisch geschlagen.

Beendet sind auch die Fassadenarbeiten mit einem abschließenden neuen Anstrich durch einen versierten Kirchenmaler, der dreidimensionale Elemente wie Fensterbekrönungen, Säulen und schneckenförmige Verzierungen am Giebel (sogenannte Voluten) wieder mit aufgenommen hat und so dem Kirchenkleinod durch diese Art der Scheinarchitektur ein frischeres Erscheinungsbild gegeben hat.

Im Innenraum wurden alle Freskenmalereien restauriert, auch der Altar an schadhaften Stellen mit Blattgold ausgebessert. Auch die Kreuzwegstationen wurden überarbeitet und kommen in den nächsten Tagen aus der Werkstatt zurück an ihren alten Platz in der Kapelle. Dort hat man sich ebenfalls der wurmstichigen Sitzbänke angenommen,  diese abgeschliffen und ausgebessert. Sie sind ursprünglich eine Arbeit einer ortsansässigen Schreinerei. Noch nicht fertig ist die Sakristei. Diese wird in einem letzten Schritt nun angegangen.

Im Außenbereich wird momentan nun abschließend ein neues Kirchgärtchen rund um den Eingangsbereich angelegt. Die Treppenanlage wurde im Zuge dessen mit erneuert. Erster Bürgermeister Richard Greiner weiß um den Wert der Kapelle für seine Bürger: „Die Sanierung hat zwar etwas länger als die geplanten anderthalb Jahre in Anspruch genommen, aber alle Mühen und Kosten haben sich gelohnt. Schlipsheim besitzt ein wunderschönes Schmuckstück, das nun wieder leuchtet. Unser zentrales Bemühen war stets, das Alte bestmöglich zu erhalten und durch neue moderne technische Möglichkeiten langfristig zu unterstützen. Wir freuen uns darauf, im nächsten Jahr mit einem kleinen Dorffest dieses Kleinod offiziell einweihen zu können.“