Tag des offenen Denkmals am 12. September
Vom ‚schönen Schein der Malerei‘ in Täfertingen


Prägnant für die Täfertinger Kirche ist ‚der schöne Schein der Malerei‘, also die zeitgemäße Innen-Ausarbeitung mit vielen illusionistischen Akzenten, die neben einer räumlichen Akzentuierung und Perspektiverweiterung auch eine klar dekorierte Gebetsstätte vermitteln soll. Entscheidenden Anteil an dieser Gestaltung hatte der Freskant, Tafelmaler und Radierer Johann Joseph Anton Huber. Er gehörte zu den namhaftesten Künstlern der freien Reichsstadt Augsburg und war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch seine Arbeiten im heutigen Bayerisch-Schwaben weit bekannt, so dass er sogar den Beinamen des ‚schwäbischen Raphaels‘ erhielt.

Die Pfarrkirche hat am 12. September 2021 von 12.00 bis 17.00 Uhr für Besucher geöffnet und lädt zur eigenständigen Besichtigung ein. Die kostenlose Broschüre „Der schöne Schein der Malerei – Illusionsmalerei des Spätbarock“ liegt in der Pfarrkirche wie auch im Rathaus aus und weist auf Besonderheiten im Kirchenraum hin.