Mit Nistkästen gegen den Eichenprozessionsspinner

Städtischer Bauhof fertigt neue Nistkästen und Insektenhotels an

Hierbei werden Nistkästen in der Nähe von Eichen platziert. Die frühe Larve des Eichenprozessionsspinners (ohne Brennhaare) steht nämlich auf dem Speiseplan von Blau- und Kohlmeisen, und so kann der Bestand des Schädlings bereits am Anfang ein wenig eingedämmt werden. Im Lohwald und am Bauhof warten jetzt insgesamt acht Nistkästen auf ihre ersten Mieter.

„Ob die Ansiedlung von Meisen schon im ersten Jahr einen Rückgang des Eichenprozessionsspinners bewirken kann, ist eher unwahrscheinlich“, meint Bauhofmitarbeiter Matthias Seefried. „Aber es ist ein Schritt in Richtung umweltverträglicher Schädlingsbekämpfung und dient dem Artenschutz.“ Gerade der Bestand der Blaumeise wurde in den letzten Jahren in ganz Deutschland durch einen Befall mit einem Bakterium stark dezimiert.
 
Die sechs Insektenhotels sollen Lebensraum für Wildbienen und andere nützliche Insekten bieten. Diese wurden vor allem in öffentlichen Parkanlagen angebracht, wo Insekten nicht ganz so viel Unterschlupf in Form von Totholz und anderen abgestorbenen Pflanzen finden.

„Wir müssen immer einen Kompromiss zwischen gepflegter Grünanlage und naturbelassener Fläche finden“, berichtet Matthias Seefried. „Deshalb sind die Insektenhotels eine gute Ergänzung in Parkanlagen.“