Spannende Führung am Tag des offenen Denkmals


Siegfried Neuner, der die Kirche seit 30 Jahren als Mesmer betreut, führte durch den Kirchenraum und erklärte die vielen Kunstwerke, die dem Betrachter oft erst auf den zweiten Blick auffallen. Zum Abschluss gab es noch einen Rundweg durch die Sakristei und abschließend stand ein Besuch des 27 Meter hohen Glockenturms auf dem Programm.
 
Laut Siegfried Neuner erinnert der Kircheninnenraum „ein bisschen an Stonehenge“: je nach Tages- und Jahreszeit und damit verbundenen Sonnenstand, verändert sich die Lichtsituation im Inneren der Kirche. So weiß der Meßmer nicht nur die Uhrzeit an der Lichteinstrahlung abzulesen, sondern auch, an welcher Stelle er zur Weihnachtszeit die Krippe aufbauen muss, damit sie genau von dem einfallenden Licht zu dieser Jahreszeit erhellt wird. Das besondere an der Kirche ist, dass die Fenster nicht sichtbar sind, der Fokus wird alleine auf das einfallende Licht gelenkt.
 
Der Architekt Freiherr von Branca hat es geschafft, mit dieser durchdachten Lichtführung eine besondere, fast magische Stimmung in die ansonsten sehr schlicht und modern gehaltene Kirche zu zaubern.
 
Nach dieser spannenden Kirchenführung waren sich alle einig, dass es sich auch lohnt, den Blick auf moderne Sakralbauten zu lenken.
 
Die Begleitbroschüre ("Neusässer Beiträge zur Denkmalpflege") zum Pfarrzentrum St. Thomas Morus ist für alle interessierten Bürger kostenlos im Neusässer Rathaus erhältlich.