Erfreuliches Rechnungsergebnis der Stadt Neusäß für das Haushaltsjahr 2017
Pro-Kopf-Verschuldung in Neusäß jetzt bei 2 Euro


Obwohl im Haushaltsplan 2017 mit einer Zuführung von 500.000 Euro gerechnet wurde, konnte bei der Jahresrechnung eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von über 5,4 Mio. Euro erreicht werden. Die Zuführung wurde vor allem durch Mehreinnahmen bei den Steuern und verschiedenen Einsparungen beim sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand ermöglicht.
 
„Trotz des niedrigen Zinsniveaus konnten 103.000 Euro erwirtschaftet werden. Gleichzeitig konnte der Schuldenstand auf 35.858,67 Euro reduziert werden, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2 Euro entspricht“, berichtet Ulrich Zillner, Kämmerer der Stadt Neusäß.
Bürgermeister Greiner betont: „Das Ziel der Stadt Neusäß ist es, bis zum Jahr 2020 schuldenfrei zu sein. Wir wollen unseren Weg einer vernünftigen Ausgabenpolitik im konsumtiven Bereich bei starker Investitionstätigkeit bei wichtigen Zukunftsprojekten konsequent weiter gehen.“
 
So stehen in den nächsten Jahren weitere Großprojekte vor allem im Bereich Bildung und Betreuung an, z.B. die Fortsetzung der Schulsanierungen mit der Grundschule Westheim und die Schaffung von weiteren Betreuungsplätzen, bei denen große Investitionssummen aufzubringen sein werden. Auch in die Fortsetzung des Gebäudesanierungsprogramms, die Feuerwehr und die Verbesserung der Infrastruktur werden beachtliche Mittel fließen. „Hierfür sieht sich die Stadt Neusäß gerüstet“, betont Erster Bürgermeister Richard Greiner.
 
Der Vermögenshaushalt profitierte vor allem von höheren Zuweisungen und Zuschüssen von Bund und Ländern – hier gab es stattliche Mehreinnahmen von 1,5 Mio. Euro.
 
Das positive Ergebnis des Verwaltungshaushaltes konnte insbesondere durch rund 2,7 Mio. Euro Mehreinnahmen bei den Steuern erreicht werden: aufgrund der guten Konjunktur waren die Gewerbesteuereinnahmen um 1,6 Mio. Euro höher ausgefallen, die Einkommenssteuer war um 820.000 Euro höher als die prognostizierten Daten vom Landesamt für Statistik. Gleichzeitig konnten bei dem Verwaltungs- und Betriebsaufwand 1,1 Mio. eingespart werden.
 
Das positive Ergebnis des Haushalts 2017 liegt zum einen an der dynamischen Entwicklung der Gewerbesteuer, die so nicht zu erwarten war, sowie den erfreulich hohen staatlichen Zuweisungen durch Bund und Land, etwa beim staatlichen Zuschuss für die millionenschwere Generalsanierung der Eichenwaldschule.
Zum guten Ergebnis trug allerdings auch bei, dass Investitionen, die für 2017 geplant waren, nach 2018 verschoben wurden, z. B. der Erwerb von zwei Feuerwehrautos, die im Jahr 2017 von den beauftragten Herstellern nicht mehr geliefert werden konnten.