Rede zum Neujahrsempfang der Stadt Neusäß
"Wachsende Entwicklung als Herausforderung"


Die Kunst wird es sein, die positiven Impulse und Vorteile zu nutzen, bei gleichzeitiger Minimierung der negativen Begleiterscheinungen, die in Wachstumsregionen nicht ausbleiben. Ein wichtiges Thema ist die Schaffung neuen Wohnraums durch eine behutsame Verdichtung bestehender Flächen sowie die punktuelle Erschließung innerstädtischer Entwicklungsflächen, wie beispielsweise dem Sailer- und dem Schuster-Areal. Arbeitsgrundlage für die Stadtentwicklung ist der neu aufzustellende Flächennutzungsplan, der ein organisches, moderates Wachstum und den Erhalt der hohen Aufenthaltsqualität vorsieht. Schließlich sei es ein „Privileg der Neusässer Bürger, dass sie in spätestens fünf Gehminuten in der Natur sind“, betonte Bürgermeister Greiner.
 
Ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung der Stadt sind zudem die ansässigen Unternehmen und Betriebe, die den „Wirtschaftsstandort Neusäß“ stärken und Arbeitsplätze für die Bevölkerung bieten. Weitere Standortfaktoren, die Neusäß als „Raum zum Leben“ attraktiv machen, sind die hervorragende Infrastruktur in den Bereichen Bildung, Familie und Senioren, sowie ein vielseitiges Kultur- und Freizeitangebot, das von den unterschiedlichsten Institutionen und Vereinen getragen wird.
 
In rund 130 Vereinen, den örtlichen Feuerwehren, Pfarrgemeinden und Initiativen wird gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Stellvertretend hierfür bedankte sich Bürgermeister Richard Greiner bei folgenden Personen, die in 2017 Auszeichnungen für ihr soziales Engagement erhielten:
  • Prof. Dr. Günter Schlimok die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege für seinen Einsatz für krebskranke Menschen.
  • Renate Flach den „Weißen Engel“ vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege für ihre Arbeit mit schwerstkranken Menschen und ihre ehrenamtliche Trauerberatung für Angehörige sterbender Patienten.
  • Hans Jenuwein das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für seinen Förderverein für Palliativpatienten „Menschen brauchen Menschen e.V.“ am Klinikum Augsburg, und den „muki“-Förderverein für Kinder und Jugendliche.
  • Erich Dehler das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für zehn Jahre ehrenamtliche Geschäftsführung der „Ökumenischen Sozialstation Neusäß-Dieforf-Dietkirch“.
Ebenfalls erwähnenswert ist der Einsatz des Titania-Mitarbeiters Stefan Eisenreich, der im vergangenen Sommer einem 4-jährigen Jungen mit einer reaktionsschnellen Herz-Lungen-Wiederbelebung das Leben gerettet hat. Weiter lobte der Bürgermeister die Arbeit der ortsgeschichtlichen Arbeitskreise, die einen „wertvollen Beitrag zur Identitätsbildung in unserer Heimat Neusäß“ leisten. So entstanden bereits drei Ortschroniken für Steppach, Westheim und ganz aktuell für Alt-Neusäß.

Den festlichen Rahmen des Neujahrsempfangs gestaltete die Big Band „Blue Notes“ der Städtischen Musikschule unter der Leitung von Achim Binanzer.